Donnerstag, Oktober 30, 2008

Maria Dreibrunnen

(Kurze Geschichte)

Gnadenbild Maria DreibrunnenDas Gotteshaus zu Dreibrunnen (im Volksmunde "Tübrunnen" genannt) ist eine altehrwürdige Gebetsstätte. Die Grafen von Toggenburg als Eigentümer dieser Gegend hielten auf ihren Meierhöfen zahlreiche Dienstleute. Für diese bauten sie im Jahre 1272 ein Gotteshaus und weihten es unter dem Titel "Mariä Heimsuchung" der lieben Gottesmutter. Die Kirche besaß selbständige Rechte und war Pfarrkirche für die ihr zugeteilten Höfe. Im Jahre 1330 wurde die Kirche samt allem Besitz und Einkommen mit päpstlicher Erlaubnis dem Prämonstratenser-Kloster Rüti (Zürich) übergeben. Die Mönche dieses Klosters übten in Dreibrunnen die Pfarrseelsorge aus.
Wallfahrtsort wurde Dreibrunnen nach der unseligen Reformation. In der Klosterkirche zu Rüti befand sich ein hochverehrtes Gnadenbild der Mutter Gottes. Als von Zürich aus die Bilderstürmer aufs Land hinaus kamen, beraubten sie das Kloster Rüti und hoben es auf. Die Mönche konnten das Gnadenbild noch rechtzeitig retten. Sie übertrugen es heimlich in die entfernter gelegene und besser geschützte Kirche zu Dreibrunnen. Im Jahre 1526 ging Dreibrunnen "mit allem Zubehör" käuflich in den Besitz der Bürgergemeinde Wil über. So blieb die Kirche von Dreibrunnen im rechtlichen und glücklichen Besitz des ehrwürdigen Gnadenbildes von Rüti.
Von dieser Zeit an begann die Wallfahrt zur Gnadenmutter von Dreibrunnen. Das treu gebliebene katholische Volk hütete das Gnadenbild wie einen kostbaren Schatz. In seinen Sorgen, Leiden und Nöten nahm es seine Zuflucht zu Maria. Die Gnadenmutter hat geholfen und hilft immer noch. Wer kann die Tausende und Abertausende zählen, die in den vergangenen Zeiten in leiblichen und seelischen Anliegen Trost und Hilfe an der Gnadenstätte in Dreibrunnen gefunden haben! Kein Tag vergeht, an dem nicht fromme Pilger vor dem Gnadenbilde ihr leiderfülltes Herz ausschütten. Welch erhebendes Schauspiel, wenn an Marien-Festtagen Scharen von Pilgern zur lieben Gnadenmutter kommen! Maria Dreibrunnen ist eine Stätte der Gnade und des Segens geworden. Dass sie es für viele werde, ist unser Wunsch und Gebet!

Gebet vor dem Gnadenbilde

Heiligste Jungfrau und Gottesmutter Maria! Siehe, ich armer Sünder komme zu deinem Gnadenbilde und klage dir das Leid und die Not meines bedrängten Herzens. Meine Seele ist so schwach und mutlos ob der Fehler und Sünden meines Lebens. Wie einsam und verlassen fühle ich mich in den vielen schweren Versuchungen, Leiden und Widerwärtigkeiten! Wo soll ich Trost und Hilfe finden in dieser großen Not? Mit kindlichem Vertrauen eile ich zu dir, du Mutter der Barmherzigkeit.
Wer zählt die wunden Herzen, die hier vor deinem geweihten Gnadenbilde Erhörung in tiefem Leide gefunden! Ach, hilf auch mir, du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau! Du hast einst in gefahrvollen Zeiten dem gläubigen Volke geholfen, das an dieser heiligen Stäte um deine Hilfe flehte. Siehe, heute bedrohen uns wieder die Feinde Gottes von allen Seiten. Bewahre uns durch deinen mächtigen Arm vor Unglauben, Gottlosigkeit und Sittenverderbnis! Ja, Maria, es ist Zeit! Hilf uns streiten, hilf uns kämpfen, hilf uns siegen! Amen.
Gnadenmutter von Dreibrunnen, Zuflucht der Sünder, der Bedrängten und Notleidenden, bitte für uns!

Imprim. Treviris, die 23. Octobris 1935. Tilmann, Vic. i. Spir. Generalis

Freitag, August 22, 2008

Schutzmantelmadonna in der Kapelle Regina Pacis, St. Moritz-Suvretta

Schutzmantelmadonna

Samstag, August 16, 2008

Wallfahrtskirche Ziteil ob Salouf GR

Wallfahrtskirche Ziteil ob Salouf GR

Kapelle Regina Pacis, St. Moritz-Suvretta

Kapelle Regina Pacis, St. Moritz-Suvretta

Mittwoch, Juli 23, 2008

Prière pour la Suisse

(Une prière du temps juste avant la Seconde Guerre Mondiale:)

Saint Nicolas de FlueO Dieu qui nous avez donné une patrie incomparable et qui, jusqu'ici, l'avez toujours protégée, continuez à répandre vos abondantes bénédictions sur elle, sur ses autorités religieuses et civiles, sur ses écoles, son armée, son agriculture, son commerce et son industrie, sur tous ses travailleurs de la ville et des champs. Faites qu'elle jouisse constamment de cette paix véritable qu'on ne peut gouter sans vous, qu'elle reste libre et forte grâce à l'union de tous ses fils, qu'elle trouve le bonheur et la prospérité dans un attachement inébranlable à vos saintes lois. Délivrez-la de tout mal, Seigneur, et gardez-la toujours à l'abri du danger. Nous vous le demandons par Jésus-Christ votre Fils et notre Sauveur, qui aima sa patrie terrestre jusqu'à verser des larmes en songeant aux malheurs qui menaçaient de fondre sur elle.
Sainte Vierge Marie, Mère de Dieu, à qui nos ancêtres bâtirent de si beaux sanctuaires sur nos monts et dans nos vallées, anges gardiens qui viellez sur nos villes et nos campagnes, saints de chez nous, qui vous êtes sanctifiés sur notre bonne terre, vous surtout, Saint Nicolas de Flue, qui nous avez donné tant de merveilleux exemples de dévouement au pays, priez avec nous et pour nous afin que, par notre conduite vraiment chrétienne et par notre loyalisme à toute épreuve, nos soyons pour notre patrie un inexpugnable rempart. Ainsi soit-il.

Imprimatur: Friburgi, die 25 ian. 1939, +Marius Besson, Eps. Laus. Gen. Fr.

Montag, Juli 21, 2008

Memoria dils SS. Pieder e Paul

Memoria dils SS. Pieder e PaulV. Soign Pieder, Pistur della montanèra, Prenci digls Apostels,
R. Q Ti ein dadas las clavs dil reginavel de tschiel.
V. Tgei che Ti sligias sin terra,
R. Ei sligian si en tschiel.
V. E tgei che Ti ligias sin terra,
R. Ei èra ligian si en tschiel.
V. Ti eis Pieder, grep, e sin quei grep
R. Ha il Segner baghigian sia baselgia,
V. E las portas digl unfiern
R. Vegnan bucc'a praevalér enconter ella.
_______

Memoria dils SS. Pieder e PaulV. Soign Paul, Apiestel, doctur digls pievels, Praedicatur della verdat,
R. Interceda per nus tier Diu.
V. Prencis digls Apostels, Soign Pieder e Paul,
R. De questa baselgia possents protecturs,
V. Conservar nus enten la vera cardienscha,
R. Pertgirar nus da vezzis et errurs.
V. Menar nus tier la perpetua beadienscha,
R. De quei tempel o glorius protecturs.

A. Laumann'sche Buchdruckerei (Fr. Schnell), Dülmen

Die Lourdes-Grotte von Marbach LU

Lourdes-Grotte Marbach

Marbach im Entlebuch LU, eingeweiht 12. August 1917

Siehe auch:

Freitag, Juni 27, 2008

Kloster Müstair

Kloster Müstair

UNESCO-Welterbe Kloster Müstair
Klostergründung Karls des Grossen um 775
Klostermuseum im Plantaturm von 960 n. Chr.

Mittwoch, Juni 25, 2008

Unsere Liebe Frau von Werthenstein

Unsere Liebe Frau von WerthensteinDer Wallfahrtsort Werthenstein geht auf eine Marienerscheinung um das Jahr 1500 zurück. Wegen wunderbarer Gebetserhörungen am Ort der Erscheinung wurde dort 1518 eine Kapelle mit drei Altären errichtet. Den eigentlichen Aufschwung zur Wallfahrt in Werthenstein brachte aber die Muttergottesstatue mit dem toten Christus im Schoße, eine Holzskulptur (Pietà oder Vesperbild), die im Jahre 1528 aus dem damaligen Wallfahrtsort Frybach (in der heutigen Gemeinde Gondiswil BE) nach Werthenstein gerettet wurde (Bildersturm in der Reformation).
Der Wallfahrtsort und das Gnadenbild zogen derart viele Pilger in Werthenstein an, dass der Staat Luzern im Jahre 1608 mit dem Bau der heutigen Kirche und im Jahre 1630 mit dem Bau des Klosters begann, damit die Franziskaner die rege Wallfahrt betreuen konnten. Mitte des 18. Jahrhunderts nahm Werthenstein nach Einsiedeln als Wallfahrtsort den zweiten Platz in der Schweiz ein. In der Zentralbibliothek Luzern und im Staatsarchiv liegen zahlreiche Akten über die Entstehung der Wallfahrt und ausführliche Beschreibungen von ca. 400 wunderbaren Gebetserhörungen beim Gnadenbild, der Wallfahrtskirche oder dem Gnadenbrunnen.
Im Jahre 1838 wurde das Kloster Werthenstein aufgehoben. In den Siebziger Jahren unseres Jahrhunderts hat der Staat Luzern das Kunst- und Kulturjuwel mit mehreren Millionen Franken wieder in neuen Glanz gebracht. Wir hoffen, auch der alte Geist und die unerschütterliche Zuversicht zur Gottesmutter Maria kehre wieder in Werthenstein ein.
Das Wallfahrtskomitee

Herr Jesus Christus, auf die Fürbitte der Schmerzensmutter Maria und all' der Heiligen, welche Dir nach Golgotha gefolgt sind, lass Dein Blut und Deine Pein an uns doch nicht verloren sein. Amen.

Samstag, Juni 07, 2008

Gebet zu Maria um die Heiligsprechung des seligen Bruder Klaus

Bruder KlausZum Bild: Der selige Bruder Klaus nach einem Stich von Rudolf Meyer von Zürich (1605-1638)

Heilige Maria, dich hat der sel. Bruder Klaus unter dem Titel der Unbefleckten Empfängnis besonders verehrt, auch bist du ihm, von himmlischem Strahlenglanz umflossen, in der Einöde des Ranftes erschienen. Dich, reinste Jungfrau, bitten wir inständig, du mögest das christliche Volk mit großem und beharrlichem Vertrauen zum seligen Nikolaus von Flüe erfüllen. Bewirke durch deine mächtige Fürsprache, dass dein großer Verehrer neuerdings mit ähnlichen Wundern ausgezeichnet werde wie einst nach seinem seligen Hingange. Lass uns die Freude erleben, dass die heilige Kirche ihn als Heiligen erklären kann. Möge das geschehen zur Ehre deines göttlichen Sohnes Jesus Christus, zur Verherrlichung deiner unbefleckten Empfängnis, zur Erhöhung unserer Mutter, der so oft geschmähten heiligen katholischen Kirche, und zur Freude und zum Troste des katholischen Schweizervolkes, für das der selige Bruder Klaus soviel gebetet, das er immerdar zum Guten ermahnt, und das er in Zeiten schwerster Bedrängnis durch sein Friedenswort vom Bruderkrieg und drohenden Untergang errettet hat. Amen.

Mit bischöflicher Erlaubnis.
PS: Bruder Klaus wurde am 15. Mai 1947 heiliggesprochen. Dieses Gebet datiert also aus der Zeit unmittelbar davor.

Mittwoch, April 02, 2008

Gebete zum heiligen Märtyrer Leontius (Muri)

Klosterkirche MuriS. LEONTIUS MARTYR - MIRACULIS GLORIOSUS MURII HELVETIORUM

Litanei zum heiligen Märtyrer Leontius

Herr, erbarme Dich unser
Christus, erbarme Dich unser
Herr, erbarme Dich unser
Christus, höre uns - Christus, erhör uns
Gott Vater im Himmel - erbarme Dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott Heiliger Geist
Hl. Dreifaltigkeit, ein einiger Gott
Hl. Maria - bitte für uns
Hl. Gottesgebärerin
Hl. Jungfrau aller Jungfrauen
Du Königin der Märtyrer
Heiliger Leontius
Hl. Leontius, vorbildlich in deinen Tugenden
Hl. Leontius, Verächter der weltlichen Eitelkeit
Hl. Leontius, gütig gegen die Kranken
Hl. Leontius, voll Teilnahme gegen Leidende
Hl. Leontius, unüberwindlicher Blutzeuge Christi
Hl. Leontius, heldenmütig in grausamen Peinen
Hl. Leontius, du Sieger über die heidnischen Tyrannen
Hl. Leontius, starkmütiger Verteidiger des hl. Glaubens
Hl. Leontius, mächtig in deinen Wundertaten
Hl. Leontius, Tröster der Betrübten
Hl. Leontius, unsere Zuflucht in den Gefahren des Leibes und der Seele
Hl. Leontius, unser starker Beschützer
Hl. Leontius, du Helfer der gesegneten Mütter
Hl. Leontius, du geistlicher Arzt
Hl. Leontius, du großer Freund Gottes
Hl. Leontius, glänzender Stern unter den Märtyrern
Sei uns gnädig - verschone uns, o Herr
Sei uns gnädig - erhöre uns o Herr
Von den Nachstellungen des Teufels - erlöse uns, o Herr
Von Zweifel und Irrtum im Glauben
Von schädlichen Ungewittern
Vom jähen und unversehenen Tode
Durch sein hl. Leben
Durch seine vortrefflichen Tugenden
Durch sein verflossenes Blut
Durch seine erlittenen Qualen
Durch seinen bittern Tod
Durch seine hl. Reliquien
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt - verschone uns, o Herr
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt - erhöre uns, oHerr
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt - erbarme Dich unser
Bitte für uns, o hl. Leontius!
Auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi

Lasset uns beten!
O Gott, für Deine Ehre ist der glorwürdige Martyrer Leontius durch die Hände der Gottlosen hingerichtet worden, wir bitten Dich, verleihe gnädig, dass alle, die seine Hilfe anrufen, diese heilsam und wirklich erlangen. Durch Christus unsern Herrn. Amen.
O Gott, verleih' uns, dass wir durch die Fürbitte Deines hl. Martyrers Leontius von allen Widerwärtigkeiten des Leibes befreit und auch vor allen bösen Gedanken bewahrt werden. Durch Christs unsern Herrn. Amen.

Leontius-Lied
(Melodie: Alles meinem Gott zu Ehren)

Kommt , ihr frommen Pilgerscharen
Kreuzesträger, nah und fern!
Wie vor segensreichen Jahren
leuchtet immer noch der Stern:
SANKT LEONTIUS, der Streiter,
Christus -- Königs Wegbereiter,
des Freiamtes Schutzpatron!

Tröster du und Arzt der Kranken,
durch die Wunder ruhmbekannt!
Flehende Gebete ranken
sich um deine Retterhand.
Mächtiger Dämonbezwinger,
zeige dich als Gottesfingter
in dem Kampf der Christenheit.

Sieger über die Tyrannen,
Märtyrer für Christi Ehr';
hilf die Todesängste bannen,
sei im Sterben Schutz und Wehr!
Durch dein Blut und deine Qualen
fülle unsere Opferschalen,
dass am Ende wir bestehn.

Laßt uns Hoffnungstürme bauen
auf des Heiligen Gebet,
SANKT LEONTIUS vertrauen,
der am Throne Gottes steht!
Bitte für die Christgemeinde,
Gütiger der Gottesfreunde,
unser lieber Schutzpatron!

(P. J. B. Weiß)

Gebet zum hl. Leontius, um ihn als Patron und Beschützer zu erwählen

Glorwürdiger Blutzeuge, heiliger Leontius, wie hoch du bei Gott in Gnaden stehst und wieviel du vermagst, geben die vielen Wunder und Erhörungen zu erkennen, die Gott auf deine Fürbitte wirkt und wodurch du bei den Menschen verherrlicht wirst. Da du nun schon auf Erden in so hoher Ehre bist, wer wird erst jene unermeßliche Seligkeit begreifen, die du im Himmel genießest. Weil du ein so großer Freund Gottes bist, erwähle ich dich zu meinem ganz besonderen Patron und Beschützer und vertraue mich dir gänzlich an mit Leib und Seele. Ich nehme mir fest vor, dich innig zu verehren und dein Lob nach Möglichkeit zu fördern. Du aber, lieber heiliger Leontius, nimm mich als deinen besonderen Schützling an; behüte mich vor allen sichtbaren und unsichtbaren Feinden. Vernichte ihre Anschläge; bewahre mich vor Versuchungen und aller Gefahr zu sündigen. Verlass mich besonders nicht in der schrecklichen Stunde meines Todes. Amen.

Dankgebet für alle durch den heiligen Leontius erhaltenen Wohltaten

Allmächtiger, ewiger Gott! Aus besonderer Huld und zu unserm Wohle hast Du Deinen treuen Diener Leontius, den glorreichen Matyrer, der Welt offenbar gemacht. Durch seine kräftige Fürbitte hast Du vielen Bedrängten geholfen, Elende getröstet, Kranken die Gesundheit und uns allen viele geistliche und leibliche Wohltaten erwiesen. Wir danken Dir für alle diese göttlichen Gnaden und bitten Dich demütig, lass uns auch in Zukunft der Fürbitte und der Verdienste Dieners Dieners erfreuen. Erhalte uns an Leib und Seele, und bewahre uns vor allem Übel durch Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Die Gebeine des heiligen Blutzeugen Leontius, die über 1200 Jahre in den römischen Katakomben geruht hatten, wurden 1647 in feierlichster Weise ins Kloster Muri übertragen. Vom gläbuigen Volk vertrauensvoll verehrt, wurde der Heilige in Muris Mauern ein großer und mächtiger Wundertäter und Helfer. Tausende frommer Pilger trugen Jahr um Jahr ihre Anliegen und Sorgen zum gütigen Fürbitter Leontius. Die wunderbaren Erhörungen sind ohne Zahl. Wieviel Not an Leib und Seele hier gelindert wurde, weiß nur Gott. Solang die schwarzen Mönche des hl. Benedikt an dieser Stätte weilten, förderten sie mit klugem Eifer die Verehrung des machtvollen Schutzpatrons von Kloster und Volk.
Zu ihm nehmen auch wir in aller Drangsal unserer Zeit hoffnungsfroh die Zuflucht und flehen: Heiliger Leontius, bitte für uns!

Mit kirchlicher Druckerlaubnis des Ordinariates des Bistums Basel vom 4. Januar 1958

Siehe auch: Fotoalbum Freiamt

Bundesfeier-Postkarte von 1915


Dienstag, März 18, 2008

Der heilige Otmar, Abt in St. Gallen

Heiliger Otmar, Abt in St. GallenAus alemannischer Familie geboren und in Chur erzogen, wurde der gebildete und tugendhafte Priester Otmar im Jahr 719 nach St. Gallen berufen, um die Zelle des hl. Gallus zu einem Kloster umzugestalten. Er baute für die Mönche, die zahlreich seinem Beispiel nacheiferten, gemeinsame Wohnstätten. Er bot den Armen und Kranken Unterkunft und errichtete ein Spital für die Aussätzigen, die er eigenhändig pflegte. Fromme Landsleute schenkten dem aufblühenden Kloster, das die Regel des hl. Bendikt befolgte, ihre Güter. Doch der fränkische Staat, der das Eigenleben Alemanniens unterdrückte, raubte ihm die Unabhängigkeit. Die Gaugrafen Warin und Ruthard stellten Otmar vor ein lügnerisches Gericht und verbannten ihn auf die Insel Werd bei Stein am Rhein, wo er am 16. November 759 starb. Als sein unversehrter Leib zehn Jahre später nach St. Gallen zurückgeholt wurde, soll der Wein, den die Schiffsknechte im Sturm auf dem Bodensee zu ihrer Stärkung tranken, nicht ausgegangen sein. Deshalb trägt St. Omar auf den Bildern ein Fäßchen. Der Heilige ist Patron der Verleumdeten und Verfolgten, Vorbild der Nächstenliebe und Schutzherr der unterdrückten Kirche.
Heiliger Otmar, bitte für uns und die ganze heilige Kirche!

Bild aus dem 15. Jahrhundert in der Stiftsbibliothek St. Gallen - Verlag der Bischöflichen Kanzlei St. Gallen.

Montag, März 17, 2008

Herrscht wirklich Priestermangel?




Pfarrer Matthias Rey:

Mutter M.Theresia, das Sonnenkind von Meggen

Mutter M. Theresia
GEBET

Lieber Heiland, Du hast in Deiner großen Güte Mutter Maria Theresia von Jugend an zu einem frohen und gnadenreichen Sonnenkind Deiner Liebe gemacht. Ich bitte Dich inständig: Mache auch aus mir ein Sonnenkind voll Gnade und Freude! Erleuchte und segne mein Herz, damit ich Dich immer inniger liebe, meinen Eltern freudig gehorche, meinen Geschwistern und Mitmenschen gerne diene! Hilf den Armen! Tröste die Betrübten! Heile die Kranken! Und lass mich einst im Himmel Dich ewig lieben und preisen! Amen.

Nihil obstat - Romae, 16 Februarii 1957 - Nicolaus Ferraro, S.RR.C. Adsessor, Fidei Sub-Promotor Generalis

Siehe auch: Die selige Mutter Maria Theresia Scherer

Freitag, März 07, 2008

Notre-Dame de Lausanne, priez pour nous!

Notre-Dame de Lausanne (Suisse)

Mittwoch, Januar 30, 2008

Maria, Mutter der Reform, Cazis

Kleiner geschichtlicher Überblick zur Entstehung der Marienikone, Maria, Mutter der Reform:

Maria, Mutter der ReformDie im Jahre 1996 fertiggestellte Ikone: Maria Mutter der Reform, von Dan Siluan, hat als Vorbild die Marienikone von San Sisto in Rom. Diese befand sich ursprünglich, sicher aber seit dem 9. Jht., in der römischen Kirche Maria im Tempulo, beim Frauenkloster des gleichen Namens. (Koduelka OP) Unser Ordensvater Dominikus, der vom Papst mit der Reform der Frauenklöster beauftragt worden war, hat die Ikone am 28. Februar 1221 in das Reformkloster San Sisto Vecchio übertragen, zu dem ihm auch die Schwestern des Klosters S. Maria in Tempulo gefolgt waren. Sie hatten an den Übertritt ins Reformkloster die Bedingung gestellt: nur wenn ihre Ikone mitkäme und bei ihnen bleiben würde, würden auch sie bleiben. Das Bild Mariens blieb und so stimmten auch die Schwestern der Reform zu. Im Jahre 1575 begleitete es die Schwesterngemeinschaft von San Sisto Vecchio in das neue, in gesünderer Lage erbaute Kloster S. Domenico e Sisto (jetziges "Angelicum") und im Jahre 1931 folgte es ihr dann in das Rosenkranzkloster auf dem Monte Mario, wo es zur Zeit aufgewahrt wird. (Koduelka OP)

Der Gedanke an eine Marienikone ist mit der Entstehung eines Marienheiligtums in Cazis aufgekommen. Maria sollte neu in unsere Mitte kommmen. Den Auftrag, die Ikone zu malen erhielt Dan Siulan, nachdem wir mit Betroffenheit sein Buch "Gott hinter Gittern" seine Bekehrungsgeschichte durch das Ikonenmalen, gelesen hatten. Er hat die Ikone am 1. Januar 1996, dem Hochfest der Gottesmutter Maria, fertiggestellt. Seit dem 17. April 1996 ist sie bei uns und am Hochfest der Unbefleckt Empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria (im Jahr 1996 am 7. Dezember gefeiert) hat sie ihren eigentlichen Platz in unserem Marienheiligtum bekommen. Nach dem Vorbild der römsischen Marienikone, soll unsere Ikone als Mutter der Reform, uns an die immer wieder neu erforderliche innere Erneuerung im Sinne des heiligen Dominikus erinnern. Mit der Hilfe unseres Ordensvaters soll durch den Bau des Marienheiligtums in uns ein Raum entstehen, in dem Gott geliebt und angebetet wird, stelltvertretend und mit den Menschen dieser Welt.

Maria, Mutter der Reform

Die Mutter mit den leeren Händen,
den offenen Händen,
frei und gelöst, schaust fragend an,
dich, der du vor ihr stehst.

Gib her, was dich bedrückt,
was deine Seele quält.
Gib her, die Not des andern,
die dir die Freude nimmt.
Gib her, was du noch festhältst,
in der verkrampften Hand.

Gib alles deiner Mutter,
sie wartet mit offener Hand
und schliess dich in die Arme,
dich, ihr geliebtes Kind.
Sie führt ganz frei und froh,
zu ihrem Sohn dich hin.

So macht sie jede frei von Deformation.
Zum Abbild Gottes werden
die ihre Hand erfassen.
Dank dir, Maria für dein Tun. Dank dir,
Mutter der Reform.

Maria, Mutter der Reform

Maria, Mutter der Reform,
leer sind deine Hände,
hinweisend auf Gott,
und gnaz offen für IHN.
Öffne unsere Augen für die Liebe
unseres himmlischen Vaters.

Maria, Mutter der Reform,
deine leeren Hände empfangen
alles vom Quell des Heiles, um alles
an die Menschen zu verschenken.
Öffne unsere Hände zum Empfang
der Gaben deines Sohnes
und zum Verschenken seiner Liebe.

Maria, Mutter der Reform,
mit deinen leeren Händen
lebst du aus Gott.
Öffne unsere Herzen, dass der
Geist Gottes in uns wirken,
anbeten und lieben kann.

Dienstag, Januar 29, 2008

Wallfahrtsort St. Anna auf dem Schwendelberg bei Escholzmatt

Aufnahme Digitalkamera: Heinz Hongler, Ostermundigen, 26.1.2008

Legende und Geschichte

Zu Ennetbrück im unteren Dorfe in Escholzmatt führt uns vom Dorffeuerweiher hinweg ein bequemes Sträßchen zu einer reich bewaldeten Anhöhe. Zur einen Seite des Wanderers stolpern rauschend nie versiegende Quellen in Gräben dem stattlichen Dorfe zu, zur Speisung des Weihers und des nahefließenden Seltenbaches. Zur andern Seite grüßt gleich beim Bergaufstieg ein kleiner Hügel, es ist das "Hübeli beim Dorfe Escholzmatt". Die alten Entlebuchergeschichten berichten von einer Burgruine, die auf diesem Hübeli stand und bis ins achtzehnte Jahrhundert hinein noch sichtbar war. Die Wahrheit dieses Berichtes wird bekräftiget durch ein altes, kürzlich zum Vorschein gekommenes Gemälde, das die uralte Dorfschaft von Escholzmatt darstellt, wobei sich auf diesem Hübeli die Ruine vorgemerkt findet. Heute heißt das Hübeli "Wildenmabödeli". Das Bödeli war ehedem ein beliebter Spielplatz der "meisterlosigen" Dorfbuben und zugleich der Ort, wo bis vor wenigen Jahren traditionsgemäß am Abend des Kirchweihfestes (St. Jakobstag, 25. Juli), alljährlich, hell leuchtend ins Dorf hinab, das sog. Jakobsfeuer brannte, unter mutigem Arrangement und fröhlicher Leitung der Dorfjugend.
Der Weg führt uns weiter, ziemlich stark steigend, in den Schwendelbergwald. Nach fünfzehn Minuten erreicht man die ungefähre Mitte des Berges, wo unter einer majestätisch entwickelten Buche in altehrwürdiger Weise ein großes Kreuz steht, zu dessen Fuß ein Ruhebänklein zum Rasten einladet; hier sind wir beim bekannten "Chrützbänkli", das bei der folgenden Legende seine bedeutende Rolle spielt.
Nach fünf Minuten weitern Aufstieges ist der Wald durchgangen. Wir betreten eine duftende Weide, die Schwendelbergweid oder Kapellenweid. Auf der Höhe grüßt eine kleine Wallfahrskirche, die uns unwiderstehlich den Vers Uhlands aufdrängt:

"Was schimmert dort auf dem Berge so schön, Wo die Sternlein hoch am Himmel aufgehn; Das ist die Kapelle still und klein, Sie ladet den Pilger zum Beten ein."


Aufnahme Digitalkamera: Heinz Hongler, Ostermundigen, 26. Januar 2008 Aufnahme Digitalkamera: Heinz Hongler, Ostermundigen, 26.1.2008

Lasset uns beten.
O Gott, der du gewollt hast, dass die hl. Anna durch die Mutterschaft Mariens der seligsten Jungfrau, Mitarbeiterin am Erlösungswerke deines eingeborenen Sohnes sei, verleihe uns, wir bitten dich, dass wir die Mutter deines Sohnes und ihre Mutter, die hl. Anna, auf Erden so verehren, dass wir in der Todesstunde uns deren Hilfe und Beistand erfreuen und dich im Himmel ewig loben und preisen können, durch Christum unsern Herrn. Amen.

Aufnahme Digitalkamera: Heinz Hongler, Ostermundigen, 26.1.2008

Empfehlung in den Schutz der hl. Anna

Sei gegrüßt, o hl. Anna, durch das allersüßeste Herz Jesu Christi, du würdige Mutter der Gottesgebärerin Maria, welche du ohne Makel der Erbsünde geboren hast. Gebenedeit bist du über alle Frauen und gebenedeit ist deine hl. Tochter Maria. Gelobt und gebenedeit sei auch unser Herr Jesus Christus, der sich gewürdigt hat, dich zu seiner Großmutter auszuwählen und dich so mächtig gemacht hat, dass deine Verehrer alles erhalten, um was du für sie bittest. Mit großem Vertrauen komme ich zu dir, o hl. Anna, und flehe dich an, du wollest mir beistehen in allen Nöten des Leibes und der Seele, mir eine wahre Reue über meine Sünden erlangen und eine große Liebe Gottes und die Beharrlichkeit im Guten. Zur Vermehrung deiner Seligkeit opfere ich dir auf das göttliche Herz Jesu, demütig bittend, du wollest mich unter die Zahl derjenigen aufnehmen, die du besonders liebst und beschützest, damit ich durch deine Verdienste ein heiliges Leben und einen seligen Tod erlangen möge. Amen.

(Drei Vater unser, Ave Maria und Ehre sei dem Vater etc., zur Danksagung für alle Gnaden, welche Gott der hl. Anna erwiesen.)


Über die Anfänge der Sankt-Anna-Kapelle bestehen keine Dokumente. In solchen Fällen entstehen mit Vorliebe Legenden, die mit wundersamen Erzählungen erklären, was sich im Geschichtsbewußtsein nur noch in Spuren erhalten hat.
Der Blick von hier auf die Napfausläufer schafft einen leicht verständlichen Bezug zu Trub. Dort bestand bis zur Reformation ein Benediktinerkloster, das 1528 aufgehoben wurde.
Als die Obrigkeit von Bern verfügte, auf ihrem Gebiet sei fortan der neue Glaube vorgeschrieben, mußten auch religiöse Statuen und Bilder entfernt werden. Nach der Überlieferung soll dabei die Statue Sankt Anna selbdritt aus dem Kloster Trub gerettet und in die Kirche Escholzmatt gebracht worden sein.
Die Legende schildert sodann, wie die Statue nachts von der Kirche ins Gebiet des Schwendelbergs versetzt worden sei. Weil sich dieses Mirakel mehrmals ereignete, sahen die Gläubigen darin die Aufforderung, der Mutter Anna hier eine Kapelle zu errichten.